11.12.2025
Das sind die NRW-Pressefotos des Jahres 2025
Wie erinnern wir uns an unsere Geschichte, wenn die Zeitzeugen sie nicht mehr erzählen können? Eine Antwort darauf gibt das NRW-Pressefoto 2025. Das Siegerbild zeigt die Holocaust-Überlebende Eva Weyl, die für ein Hologramm-Projekt gefilmt wird. Das Foto „Stimme für die Ewigkeit“ hat Bernd Thissen für die Deutsche Presse-Agentur gemacht. Er wurde mit dem ersten Platz ausgezeichnet.
Den Journalistenpreises des Landtags Nordrhein-Westfalen hatte Präsident André Kuper im Jahr 2018 ins Leben gerufen. Beworben haben sich in diesem Jahr 60 Fotografinnen und Fotografen mit insgesamt 238 Fotos. Darunter sind 6 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Nachwuchspreises (bis 30 Jahre). Mit Unterstützung der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West wurden Preisgelder in Höhe von 22.000 Euro vergeben.
Das NRW-Pressfoto ist der einzige Jahresrückblick aus professionellen Bildern in Nordrhein-Westfalen: Eine durch den Landtag benannte Jury hat 30 Fotos ausgewählt, die ab heute bis Januar im Landtag ausgestellt sind. Am kommenden Sonntag, 14. Dezember, ist die Ausstellung von 10 bis 16 Uhr für alle Besucherinnen und Besucher geöffnet. Die Bilder lassen das Jahr Revue passieren: der Winterwahlkampf zu Bundestagswahl, die Kommunalwahlen, die verstärkte Wahrnehmung der Bundeswehr, Kriegs-Flüchtlinge aus der Ukraine und Fußball-Fieber in Bielefeld.
Platz Zwei des Journalistenpreises geht an Michael Bause für ein Foto von zwei lebensfrohen, aber bei der Explosion einer Pipeline in der Ukraine schwer verletzten Jungen. Es erschien am 14. Mai 2025 im Kölner Stadt-Anzeiger. Mit Platz Drei wird Ina Fassbender ausgezeichnet. Sie fotografierte am 4. September 2025 für die AFP das erste öffentliche Gelöbnis der Bundeswehr vor dem Landtag.
50 Bilder wurden für den Sonderpreis „Das Wahljahr in Nordrhein-Westfalen“ eingesandt. Ihn erhält Christoph Reichwein für einen besonderen Blick auf den CDU-Wahlkampfabschluss in Oberhausen mit Friedrich Merz am 21. Februar 2025.
Über den Nachwuchspreis entschied die Öffentlichkeit: Mehr als 500 Stimmen wurden abgegeben, eine deutliche Mehrheit stimmte für das Foto eines Prozesses vor dem Landgericht Dortmund. Lukas Wittland fotografierte hier am 12. Dezember 2024 für die Ruhr Nachrichten.
Der Präsident des Landtags, André Kuper, zeichnete die Siegerin und Sieger aus und betonte:
„Das NRW-Pressefoto ist ein beeindruckender Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr. Wir lassen im Landtag die Bilder des Jahres Revue passieren. Wir erinnern uns an emotionale und schöne Momente und an politisch bewegende Zeiten. Das Siegerbild dokumentiert unsere Geschichte in doppelter Hinsicht: Es zeigt den Versuch, die Erinnerungen der Zeitzeugen an den Holocaust wachzuhalten und zu konservieren. Eine Aufgabe, der sich unsere Gesellschaft in Zeiten von wachsendem Antisemitismus und Israel-Hass neu stellen muss. Das NRW-Pressefoto ist immer auch ein Dokument seiner Zeit, würdigt aber besonders die wichtige Arbeit der Pressefotografinnen und -fotografen für unsere Demokratie. Ich lade die Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, zur Ausstellung zu kommen und im Landtag auf das Jahr zurückzuschauen.“
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Platz 1: Bernd Thissen – „Stimme für die Ewigkeit“
16. September 2025, dpa, fotografiert in Dortmund
Stellungnahme der Jury:
Die Jury war überzeugt von der Art und Weise, wie Bernd Thissen das Forschungsprojekt der TU Dortmund über die Holocaust-Überlebenden fotografisch in Szene gesetzt hat:
Das Bild der Holocaust Überlebenden Eva Weyl ist geprägt von einer inhaltlichen und stilistischen Spannung zwischen der individuellen Abbildung einer Person und der durch die Aufnahmetechnik geprägten Gesamtsituation. Das bildlich überbordende technische Equipment wirkt wie eine theatralische Rahmung und lenkt den Blick unweigerlich auf das Zentrum des Bildes, eine ältere Frau, die etwas verloren auf einem Stuhl sitzt. Dieser Kontrast im Bild betont einerseits die Kraft des Erzählens und symbolisiert die mündliche Überlieferung, anderseits aber sensibilisiert dieser Kontrast im Bild uns für eine kritische Haltung zu einem Vermittlungsformat, das auf immersive Technologien setzt. Die Fotografie fordert uns heraus, die Erinnerungskultur in der ganzen Spannbreite möglicher Rezeptionsformen sensibel zu erforschen. Als Dokument bewahrt das Bild in hervorragender Weise eine dem Thema angemessene und für die journalistische Arbeit notwendige Balance aus Nähe und Distanz.
Platz 2: Michael Bause – „Das Wunder von Köln“
14. Mai 2025, Kölner Stadt-Anzeiger, fotografiert in Köln
Stellungnahme der Jury:
Dieser Gegensatz aus Leid und Zuversicht macht dieses Foto außergewöhnlich. Es zwingt uns, hinzusehen. Grausamkeit ist in der Welt, aber das Foto zeigt: Sie hat nicht gewonnen. Das Foto zeigt nicht Schwäche, sondern Stärke. Keine Opfer, sondern Kinder. Keine Überlebenden, sondern Lebende. Nicht nur Gesichter, sondern Haltung. Die fotografische Entscheidung, auf Augenhöhe zu bleiben, begegnet den Kindern mit Respekt und Würde. Sie werden nicht reduziert auf das, was ihnen widerfahren ist. Wir erkennen sie als Individuen – nicht als Schicksale. Michael Bause gelingt hier eine fotografische Nähe, die nicht übergriffig wird. Dieses Foto zeigt, was Pressefotografie im besten Sinne leisten kann: Sie macht sichtbar, sie berührt, sie gibt Raum für Mitgefühl – ohne Voyeurismus. Sie ist wahrhaftig und lässt Zuversicht erkennen. Was wir sehen, erinnert uns daran, warum wir Pressefotografie brauchen – um nicht wegzuschauen, sondern mit dem richtigen Blick hinzuschauen.
Platz 3: Ina Fassbender – „Gelöbnis am zentralen Ort der Demokratie“
4. September 2025, AFP, fotografiert in Düsseldorf
Stellungnahme der Jury:
Die Zeitenwende prägt weiterhin die politischen Debatten. Täglich befassen sich Medien mit Fragen der Wehrpflicht, der Fähigkeiten der Bundeswehr, der russischen Provokation. Wir sind nicht im Krieg, wir sind aber auch nicht mehr im Frieden, hat es der Kanzler zusammengefasst. In diese Zeit fällt das Gelöbnis der Bundeswehr vor dem Landtag. Die Vereidigung der Soldatinnen und Soldaten auf die Verfassung fand nicht mehr hinter Kasernenmauern statt, sondern vor dem Landtag. Dieser Ort dokumentiert: Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee, verwurzelt in der Gesellschaft, sie steht ein für uns alle. Das Bild ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Pressefotografie im Einfachen das Außergewöhnliche sichtbar machen kann. Der Wechsel der Perspektive zeigt die abstrakte Ordnung des Militärs. Doch inmitten dieser strengen Ordnung steht ein einzelner Soldat, außerhalb der Formation. Diese bewusste Gegenüberstellung von Kollektiv und Einzelperson verleiht dem Bild seine außergewöhnliche Spannung.
Sonderpreis: Christoph Reichwein – „Sekunden vor dem Auftritt“
21. Februar 2025, dpa, fotografiert in Oberhausen
Stellungnahme der Jury:
Das Foto hebt sich ab aus den vielen Bildern der Wahlkämpfe, Parteitage und politischen Auftritte. Christoph Reichwein blieb seiner Aufgabe der Berichterstattung treu, dokumentierte aber einen besonderen Moment am Übergang zwischen Backstage und Öffentlichkeit, zwischen Vorbereitung und Auftritt, zwischen Konzentration und Wirkung. Das Bild zeigt Politik als Inszenierung, ohne sie zu bewerten. Die Smartphones im Publikum spiegeln eine moderne politische Kultur wider: Jeder Moment wird zum Bild. Das Foto erklärt politische Realität, macht sie aber auch erlebbar. Es zeigt, dass Demokratie auf Sichtbarkeit angewiesen ist – und dass Pressefotografie diese Sichtbarkeit herstellt. Aber nach eigenen Maßstäben. Es steht dabei in herausragender Weise aber auch stellvertretend für ganz viele, sehr gute Einreichungen, die die Wahlkämpfe des Jahres 2025 tatsächlich in all ihren Facetten zeigen.
Nachwuchspreis: Lukas Wittland – „Tod eines Bruders“
12. Dezember 2024, Ruhr Nachrichten, fotografiert in Dortmund
Stellungnahme der Jury:
Das Foto hält die Emotionalität eines Augenblicks fest. Die Körperhaltung der beiden Brüder spricht eine eindringliche Sprache. Der eine vergräbt sein Gesicht in den Händen, der andere bricht zusammen, den Kopf auf den Tisch gelegt. Beides sind Haltungen, die kein Wort erklären muss. In diesem Moment verdichtet sich der Verlust ihres Bruders Mouhamed Dramé. Die Fotografie hält diese Realität fest, ohne sie auszubeuten. Sie erlaubt einen Blick, der empathisch ist, nicht voyeuristisch. Die Szene ist eingefasst vom schweren Holz des Gerichtssaals und den farbigen Glasfenstern im Hintergrund – Symbole staatlicher Ordnung, die hier in einem scharfen Kontrast zu den Gefühlen im Vordergrund stehen. Dieses Foto ist ein Beispiel dafür, was Pressefotografie im Kern leisten kann: Sie macht die gesellschaftliche Bedeutung eines Prozesses sichtbar – und gleichzeitig die menschliche Tragweite, die oft dahintersteht.
Ein Rückblick auf die Veranstaltung ist hier zu finden.
Zur Jury des NRW-Pressefotos gehörten:
- André Kuper, Präsident des Landtags
- Roland Geisheimer, Fotograf, Freelens, Verband der Fotografinnen und Fotografen
- Volkmar Kah, Geschäftsführer Deutscher Journalistenverband NRW
- Andreas Müller, Geschäftsführer des Zeitungsverlags Aachen und Mitglied des Vorstands des Zeitungsverlegerverbands NRW
- José Narciandi, Landtagskorrespondent Radio NRW und Mitglied im Vorstand der Landespressekonferenz
- Prof. Elke Seeger, Fotografie und Konzeption, Prorektorin für Studium und Lehre, Folkwang Universität der Künste
- Georg Jorczyk, Grimme-Institut
- Fabian Ritter, Preisträger NRW-Pressefoto 2024
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Die stärksten Fotos des Jahres werden in einem feierlichen Rahmen ausgezeichnet.
Bernd Thissen und Laudatorin Prof. Elke Seeger, Professorin für Fotografie an der Folkwang Universität der Künste.
Michael Bause und Laudator José Narciandi, Vorstandsmitglied der Landespressekonferenz.
Ina Fassbender und Laudator Andreas Müller, Vorstandsmitglied des Zeitungsverleger Verbandes NRW.
Christoph Reichwein und Laudator Volkmar Kah, Geschäftsführer des Deutschen Journalistenverbandes NRW.
Lukas Wittland und Sara Bildau-Göke, die Moderatorin des Abends.
Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger:
• 2024: Fabian Ritter – „Lena und Ivan – Verabschiedung am Busbahnhof“
• 2023: Fabian Strauch – „Flagge zeigen“
• 2022: Barbara Schnell, Unbeirrbar
• 2021: Benjamin Westhoff, Er-schöpft
• 2020: Lars Berg, Corona-Familienbesuch
• 2019: Thilo Schmülgen, Feier der „Kölschen Kippa Köpp“ in der Synagoge Köln
• 2018: Ina Fassbender, Kaue
Die besten NRW-Pressefotos des Jahres 2025 sind bis Mitte Januar 2026 im Landtag ausgestellt. Das sind die weiteren Fotos in der Ausstellung:
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„Feuerwerksunglück“, fotografiert von Hesham Elsherif, zeigt die explodierenden Feuerwerkskörper während des Volksfestes Rheinkirmes in Düsseldorf.
„Waffenschau“, fotografiert von Oliver Werner, zeigt Ministerpräsident Hendrik Wüst, König Willem-Alexander und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der Besichtigung einer unbemannten Kampfdrohne anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Deutsch-Niederländischen Korps.
„Blick hinter die Fassade“, fotografiert von Svenja Hanusch, zeigt die Mädchen Kimberly und Chayenne in ihrem Kinderzimmer, neben scharfkantigen Stahlträgern, die im Zuge der Sanierung einer Wohnsiedlung nicht entfernt wurden.
„Überlebt“, fotografiert von André Hirtz, zeigt den zwölfjährigen Amir El-Jaddouh , der 2023 beim Spielen an den Gleisen von einem Güterzug angefahren wurde. Amir überlebt das Unglück, sein Freund (10) stirbt noch an der Unfallstelle.
„Diplomaten von heute und gestern“, fotografiert von Jürgen Fromme, zeigt Bundeskanzler Friedrich Merz und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Henrik Wüst bei einer Pressekonferenz im historischen Friedensaal unter den historischen Portraits der Gesandten des Westfälischen Friedens.
„Alles lässt sich ändern“, fotografiert von Fabian Strauch, zeigt die Silhouette von Christian Lindner (FDP) vor dem Schriftztug „Alles lässt sich ändern“, bei einer Veranstaltung zum Wahlkampf der FDP in Ratingen.
„Letzte Rettung Oberhausen“, fotografiert von Maximilian Mann, zeigt einen fußballspielenden Jungen auf Krücken im Friedensdorf International in Oberhausen.
„Das alte Rom in Köln“, fotografiert von David Klammer, zeigt den UBISOFT Stand, der während der Gamescom 2025 in Köln das alte Rom für ein Strategiespiel zum Leben erweckt.
„Freud und Leid“, fotografiert von Benjamin Westhoff, zeigt Bonns Oberbürgermeisterin Katja Dörner, die ihrem Herausforderer Guido Déus gratuliert.
„Supercomputer JUPITER rechnet in NRW“, fotografiert von Sascha Schürmann, zeigt den Leiter der Abteilung Technische Systeme und Dienstleistungen bei der Präsentation des neuen Supercomputers JUPITER im Forschungszentrum Jülich.
„Trauer bleibt“, fotografiert von Sascha Schürmann, zeigt das Gedenken der Menschen anlässlich des ersten Jahrestags des tödlichen Messerangriffs in Solingen.
„Sprengung Weißer Riese Duisburg“, fotografiert von Arnulf Stoffel, zeigt die Sprengung des Hochhauses in Duisburg.
„Margot“, fotografiert von Leon Kügeler, zeigt die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer beim Erhalt des westfälischen Friedenspreises in Münster.
„Toter Stahl“, fotografiert von Leon Kügeler, zeigt die Protestaktion der Duisburger Stahlarbeiter als Reaktion auf den angekündigten Stellenabbau bei ThyssenKrupp.
„Konfetti-Wahlkampf“, fotografiert von Martin Meissner, zeigt die Aufführung der Tanzmariechen beim Wahlkampf-Endspurt der CDU in Oberhausen.
„Dr Zoch kütt - nicht“, fotografiert von Arton Krasniqi, zeigt die stehenden Züge am Straßenbahn Fuhrpark der Kölner Verkehrsbetriebe.
„Hermann der Armine“, fotografiert von Christopher Neundorf, zeigt das Hermannsdenkmal in einem riesigen Trikot des Fußballvereins Arminia Bielefeld. Hermann trug das Trikot, da der Verein das Endspiels im DFB-Pokal erreicht hat.
„Rhein-Niedrigwasser“, fotografiert von Federico Gambarini, zeigt Teile einer Holzkonstruktion, die wegen der anhaltenden Trockenheit und des gesunkenen Pegels des Rheins zu sehen sind.
„Abschied“, fotografiert von Hesham Elsherif, zeigt den Abschied des Leverkusen Trainers Xabi Alonso von den Fans.
„Düsseldorfer AfD darf zur Wahl antreten“, fotografiert von Anne Orthen, zeigt den Wahlausschuss, der entschied, dass die AfD an der Kommunalwahl teilnehmen darf.
„Warm up!“, fotografiert von Moritz Müller, zeigt die italienische Mannschaft bei Dehnübungen vor dem Wasserball-Finale der Rhine-Ruhr FISU World University Games 2025.
„Aufgeschreckte Wildvögel über dem Rhein“, fotografiert von Thilo Schmülgen, zeigt Vögel, die durch das Feuerwerk der Kölner Lichter aufgescheucht über den Rhein fliegen.
„Gefangen in Schnee und Eis“, fotografiert von Daniel Schröder, zeigt den LKW-Fahrer Klaus Böttcher, der eine Nacht im Schneegestöber in der Kabine seines 40-Tonners verbringen musste.
„Kristin, ihr Arzt und der Kampf gegen das katholische Abtreibungsverbot“, fotografiert von Daniel Schröder, zeigt die hochschwangere Kristin, deren ungeborenes Kind nicht lebensfähig zur Welt kommen konnte. Zusammen mit 2000 Menschen demonstrieren sie und ihr Arzt Prof. Dr. Joachim Volz vor dem Arbeitsgerichts-Prozess, da Volz im Zuge der Fusion seines evangelischen Arbeitgebers mit einem christlichen Krankenhaus nicht mehr abtreiben darf.
„Ganz vorne steht man ganz allein“, fotografiert von Wolfgang Rattay, zeigt Friedrich Merz beim Wahlkampfabschluss der CDU in Oberhausen alleine auf einer Bühne.