10.12.2025

Zugewanderte erleben Demokratie im Landtag

Rund 100 Migrantinnen und Migranten aus Sprach- und Integrationskursen in Köln, Paderborn, Dortmund und Haltern am See haben in der „Demokratieschule“ den Landtag Nordrhein-Westfalen kennengelernt. Sie machten sich mit den Grundlagen der Demokratie und der Arbeit des Parlaments vertraut.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfuhren, wie politische Entscheidungen entstehen, welche Aufgaben die Abgeordneten erfüllen und welche Bedeutung Grundrechte und Mitbestimmung im demokratischen System haben.

Berivan Aymaz, Vizepräsidentin des Landtags Nordrhein-Westfalen, begrüßte die Gruppen und tauschte sich mit den Gästen über politische Mitgestaltung und die Rolle des Parlaments aus. Sie ging auf Fragen zur Landespolitik, zum Zusammenspiel der Gewalten und zu Möglichkeiten der gesellschaftlichen Mitwirkung ein.

„Demokratie braucht Menschen, die sie gestalten und aktiv tragen“, sagte Berivan Aymaz. „Die Demokratieschule zeigt, dass politische Bildung einen entscheidenden Beitrag dazu leistet, Orientierung zu geben und Brücken in unsere demokratische Gemeinschaft zu bauen. Das stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Eine Führung durch das Parlamentsgebäude und Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern des Landtags ergänzten das Programm. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in den Föderalismus, die Rechte und Pflichten in einer demokratischen Gesellschaft und die zentralen Aufgaben des nordrhein-westfälischen Parlaments.
Anwesend waren Integrations- und Sprachkurse folgender Einrichtungen:
•    Hans-Böckler-Berufskolleg, Haltern am See
•    SBH West GmbH, Paderborn
•    Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V., Köln
•    Train of Hope Dortmund e.V.
Die Demokratieschule wurde 2019 von André Kuper, Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen, ins Leben gerufen, um Zugewanderten demokratische Grundstrukturen und politische Verantwortungsbereiche näherzubringen. 
Der Landtag Nordrhein-Westfalen bietet das Programm in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration sowie den Kommunalen Integrationszentren an.

Die Fraktionen im Landtag NRW