05.12.2025

Tag der neuen Heimat: Kultur und Erinnerung

200 Heimatvertriebene, Spätaussiedler und Vertreter von Aussiedlerverbänden haben sich im Plenarsaal des Landtags versammelt. Der Präsident des Landtags, André Kuper, bedankte sich für das Engagement der Aussiedler- und Vertriebenen-Gemeinschaft in Nordrhein-Westfalen beim „Tag der der neuen Heimat“.

Eingeladen hatte der Präsident gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Landesbeirats für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen, Heiko Hendriks. In Nordrhein-Westfalen haben mehr als 620.000 Aussiedlerinnen und Aussiedler in den vergangenen Jahrzehnten eine neue Heimat gefunden. Bereits seit 1948 gibt es den Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen. 

André Kuper betonte: „Der Tag der neuen Heimat erinnert uns daran, wie die Aussiedlerinnen und Aussiedler unser Land mit ihrer Erfahrung, ihrer Kultur und ihrem Mut bereichert haben. Ihre Geschichten zeigen, dass Heimat dort entsteht, wo Menschen einander respektieren und Verantwortung füreinander übernehmen. Diese Haltung stärkt nicht nur unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern ist ein wichtiger Pfeiler unserer Demokratie.“

Ein Höhepunkt des Abends war der Festvortrag „Heimat. Finden. – Chancen und Herausforderungen russlanddeutscher Kulturgeschichte“ von Kornelius Ens, Direktor des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold. Er beleuchtete historische Entwicklungen, kulturelle Identitäten und aktuelle Perspektiven russlanddeutscher Communities.

In einer anschließenden Gesprächsrunde diskutierten Heike Mai-Lehni, Kulturreferentin der Landesgruppe NRW des Verbands der Siebenbürger Sachsen, sowie Wilhelm Mahn, stellvertretender Vorsitzender der Landsmannschaft der Pommern in NRW,
über unterschiedliche Facetten von Erinnerungskultur, Integration und kulturellem Erbe.

Der „Tag der neuen Heimat“ war 2006 vom Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen ins Leben gerufen worden, um die Leistungen der Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler für das Land Nordrhein-Westfalen zu würdigen und die Erinnerung an ihre Geschichte und ihre Kultur wachzuhalten. Seit 2021 findet er im Landtag statt.

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