15.11.2025

15. Jugendlandtag beschließt Jugendparlament

Nach einer intensiven dreistündigen Plenarsitzung hat der Jugendlandtag Nordrhein-Westfalen seine Beratungen beendet. Die jungen Abgeordneten beschlossen mehrheitlich die Einrichtung eines dauerhaften Jugendparlaments. Der Antrag zur Einführung eines kostenfreien Deutschlandtickets für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende in Nordrhein-Westfalen wurde abgelehnt.

Der beschlossene Antrag geht nun zur weiteren Beratung an den Hauptausschuss des Landtags und wird den Abgeordneten als Parlamentsdokument übermittelt. Die Präsidentin des Jugendlandtags, Jule Cooper aus Langenberg (Kreis Gütersloh), eröffnete die Sitzung und leitete die Beratungen. In einer Aktuellen Stunde debattierten die 16- bis 20-Jährigen, im Plenarsaal über „Zunehmende Gewaltkriminalität unter Jugendlichen in NRW – Herausforderungen und Handlungsbedarf“.
 

Zwei Tage lang hatten sich die Jugendlichen intensiv auf die Plenarsitzung vorbereitet: Ab Donnerstag erhielten sie in Anhörungen von Expertinnen und Experten Hintergrund-Informationen, erarbeiteten Positionen in ihren Fraktionen und diskutierten die Anträge in Ausschüssen. Beim Parlamentsabend mit Aktivitäten wie Kicker, VR-Brillen und Tischtennis kamen sie mit den Mitgliedern des Landtags und der Präsidentin des Verfassungsgerichtshofes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Dr. Barbara Dauner-Lieb, ins Gespräch.

André Kuper, Präsident des Landtags, begleitete die Jugendlichen während der drei Tage und vermittelte ihnen die Aufgaben des Parlaments. Er lobte die engagierte Arbeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Lebendig, kontrovers und verantwortungsvoll haben rund 200 junge Menschen über aktuelle Anträge debattiert und Demokratie hautnah erlebt. 
Ihre Beschlüsse übermitteln wir an den Hauptausschuss. In den drei Tagen hier im 
Parlament haben die jungen Menschen gezeigt, dass sie Verantwortung übernehmen und die Zukunft unseres Landes mitgestalten wollen. Sie sind Botschafterinnen und Botschafter der Demokratie.“

Die Jugendlichen hatten ich bei den Landtagsabgeordneten ihrer Wahlkreise beworben und nahmen ihre Sitze im Plenum ein. Seit dem ersten Jugendlandtag im Jahr 2008 haben mehr als 2.700 Jugendliche an den jährlichen Sitzungen teilgenommen. Zu den besonders häufig diskutierten Themen gehören Bildungspolitik, der öffentliche Nahverkehr und Digitalisierung.

Die Fraktionen im Landtag NRW