13.05.2025

Ausstellung zur deutsch-israelischen Beziehung

Am 12. Mai 1965 nahmen die Bundesrepublik Deutschland und der Staat Israel diplomatische Beziehungen auf. Wie die deutsch-israelischen Beziehungen heute gelebt werden, thematisiert die Ausstellung im Landtag „Deutschland. Israel. Einblicke.“

20 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts war diese Aussöhnung keine Selbstverständlichkeit. Auf den Weg gebracht wurde sie wesentlich auch von dem aus Nordrhein-Westfalen stammenden Bundeskanzler Konrad Adenauer. Bis heute ist das Existenzrecht Israels ein Grundpfeiler der deutschen Außenpolitik. 

In der Ausstellung zeigen Menschen des öffentlichen Lebens ihre Sicht auf die Beziehungen beider Länder. Ihre Zitate zeugen von Zwischenmenschlichkeit und Emotionen, persönlichen Verbindungen und gemeinsamem Erleben. 

Der Präsident des Landtags, André Kuper, hat die Ausstellung eröffnet. Marcel Reif, eine der portraitierten Personen, sprach über seine persönliche Bindung zu beiden Ländern.

André Kuper sagte: „Die Geschichte Nordrhein-Westfalens ist eng mit den deutsch-israelischen Beziehungen verknüpft. Köln war der Gründungsort der diplomatischen Beziehungen beider Länder, in Düsseldorf wurde die Jüdische Allgemeine Zeitung gegründet und das Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland wurde, von Köln ausgehend, in Deutschland gefeiert. Wir sind uns der besonderen Verantwortung für die guten Beziehungen zu Israel bewusst. Der wachsende Antisemitismus auf unseren Straßen nach dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 und der Reaktion Israels zeigt uns: Die Verantwortung für die Existenz Israels und der Schutz des jüdischen Lebens ist nach 60 Jahren der Auftrag auch unserer Generation.“

Die Ausstellung wurde von der Beauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur gemeinsam mit dem Büro des Landes Nordrhein-Westfalen für Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Jugend und Kultur in Israel realisiert. Zur Eröffnung haben auch der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei, Nathanael Liminski, sowie der Vorstandsvorsitzende der an der Ausstellung beteiligten Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, Derviş Hızarcı, gesprochen. 

Die Fraktionen im Landtag NRW