86 Tage lang ausharren, kämpfen und hoffen. Eingekesselt in dem Hüttenwerk „Asowstal“ leisteten ukrainische Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilistinnen und Zivilsten Widerstand gegen den russischen Aggressor beim Angriff auf die Stadt Mariupol. Zum 3. Jahrestags des Kriegsbeginns zeigt der Landtag Nordrhein-Westfalen die Ausstellung „Augen von Mariupol“.
In Fotografien und Berichten werden die Schicksale aus dem belagerten Hüttenwerk Asowstal erzählt, das zum letzten Zufluchtsort für tausende Zivilisten wurde. Während Frauen und Kinder im Mai 2022 evakuiert werden konnten, kämpften die verbliebenen Männer weiter und wurden zu einem Symbol des ukrainischen Widerstands.
Der Präsident des Landtags, André Kuper, hat die Ausstellung eröffnet. Er sagte: „Seit 36 Monaten leidet die Ukraine unter dem brutalen russischen Angriffskrieg. Die Bilder und Berichte dieser Ausstellung, insbesondere aus dem belagerten Hüttenwerk Asowstal, stehen sinnbildlich für den Mut und die Widerstandskraft der Menschen, die sich gegen Unterdrückung und Zerstörung zur Wehr setzen. Mit der Ausstellung ‚Augen von Mariupol‘ erinnern wir an ihr Schicksal und bekräftigen unsere Solidarität mit der Ukraine. Dieses Leid wird nicht in Vergessenheit geraten.“
Die Ausstellung wird bis zum 7. März 2025 im Landtag gezeigt.
Nach der Eröffnung hat die Autorin Anastasiia Dmytruk ihr gleichnamiges Buch „Augen von Mariupol“ vorgestellt. Das Buch fasst Ausschnitte aus der während der Belagerung von Mariupol verfassten Korrespondenz zwischen den Verteidigern des Asowstal-Hüttenwerks und Ihren Angehörigen zusammen. Außerdem sprach Dr. Irinia Jastreb, Präsidentin Ukrainisches Haus NRW. Zum Abschluss sang ein ukrainischer Kinderchor auf.
Die stellvertretende Ministerpräsidentin, Mona Neubauer, Dr. Irinia Jastreb, Präsidentin Ukrainisches Haus NRW, André Kuper, Präsident des Landtags, und Anastasiia Dmytruk, Autorin des Buchs „Augen von Mariupol“.