Vor einem Jahr töteten Terroristen bestialisch weit über tausend Menschen in der israelischen Grenzregion zum Gaza-Streifen und verschleppten mehr als 200 Frauen, Männer und Kinder. 101 Geiseln werden immer noch im Gaza-Streifen festgehalten. Wer von ihnen noch lebt, ist unklar.
Neben dem Präsidenten des Landtags, André Kuper, sprachen der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, der Gesandte des Staates Israel in Deutschland, Guy Gilady, als Vertreter des Botschafters sowie der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Abraham Lehrer.
Zur Gedenkstunde in der Wandelhalle des Landtags kamen die Abgeordneten des Parlaments und die Mitglieder der Landesregierung unter anderem mit Vertreterinnen und Vertretern der jüdischen Verbände zusammen. Zahlreiche Gäste aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Religionsgemeinschaften waren anwesend.
Anlässlich der Gedenkveranstaltung eröffnete der Präsident des Landtags die Ausstellung „Humans of October 7“ vor dem Plenarsaal. Fotograf Erez Kaganovitz rückt mit seinen Fotos die persönlichen Geschichten von Israelis in den Mittelpunkt, die dem Terrorismus entgegengetreten sind. Dazu gehören Überlebende, die stundenlang in Schutzbunkern ausharrten, ein Israeli, der zahlreiche Besucherinnen und Besucher des Supernova-Festival in Sicherheit brachte. Eine Shoah-Überlebende, selbst nur knapp den Terroristen entkommen, berichtete, dass sie nun schon zum zweiten Mal Familienmitglieder durch Mord und Hass verlor. Mehrere ihrer Angehörigen wurden in den Gaza-Streifen entführt.