Der Präsident des Landtags, André Kuper, hat die Installation heute gemeinsam mit Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, der Projektleiterin der Aktion #everynamecounts der Arolsen Archives, Sonja Pösel, Künstler Klaus Gendrung und Dr. Edmund Spohr von der Bürgerstiftung DUS-illuminated sowie Dr. Bastian Fleermann von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, vorgestellt. Zudem unterstützt der Präsident die Arolsen Archives bei ihrem Ziel, Dokumente über Verfolgte der Nationalsozialisten zu digitalisieren. Damit beispielsweise die Namen auf den Deportations- und Transportlisten online suchbar sind, müssen die auf den Dokumenten enthaltenen Daten abgetippt und mit den digitalen Kopien verknüpft werden. Mit Hilfe dieser Freiwilligen-Arbeit können Menschen überall auf der Welt unkompliziert Informationen zum Schicksal ihrer Angehörigen erhalten.
Vor 77 Jahren befreiten sowjetische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz, in dem die Nationalsozialisten mehr als eine Millionen Menschen ermordeten. Seit 1996 gedenkt Deutschland am 27. Januar offiziell der Opfer des Nationalsozialismus. An diesem Gedenken hat sich der Landtag Nordrhein-Westfalen bereits in der Vergangenheit mit Veranstaltungen beteiligt.
„In der schwierigen Situation der Corona-Pandemie und in Zeiten, in denen Rassismus und Antisemitismus offen zutage treten, ist es uns ein besonderes Anliegen, dagegen aufzustehen und an die dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte mahnend zu erinnern. 77 Jahre nach Kriegsende gibt es immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die vom Holocaust berichten und Geschichte greifbar machen können. Wir dürfen auch in der Pandemie das Erinnern und Mahnen nicht vergessen – gerade wenn aktuell Menschen bewusst oder nur geschichtsvergessen unerträgliche Parallelen zwischen Corona-Maßnahmen und Nationalsozialismus ziehen“, sagt der Präsident des Landtags, André Kuper.