09.11.2021

Gedenken an die Opfer der Pogromnacht

Der Präsident des Landtags, André Kuper, und die 1. Vizepräsidentin des Landtags, Carina Gödecke, erinnern an die Opfer der Pogromnacht vor 83 Jahren. André Kuper legt heute einen Kranz am Mahnmal des ehemaligen Synagogenstandorts an der Kasernenstraße Düsseldorf nieder.

Er sagt: „Am 9. November 1938, also vor 83 Jahren, überfielen die Nationalsozialisten jüdische Geschäfte und Wohnungen. Sie legten Feuer in Synagogen; sie brachten Schmerz, Tod und Verwüstung über jüdische Bürgerinnen und Bürger. In diesem Jahr, in dem wir 1700 Jahre jüdisches Leben mit seinen lebensfrohen vielfältigen Traditionen feiern, erinnern wir an die Pogrome – mit der Entschlossenheit aller Demokratinnen und Demokraten, jeder Form von Antisemitismus und Rassismus die Stirn zu bieten. Und wir tun es immer noch mit der Bitte um Vergebung und dem Willen um Aussöhnung.“

In Düsseldorf erinnert die 1. Vizepräsidentin des Landtags, Carina Gödecke, anlässlich der Gedenkstunde an Pogromnacht von Landeshauptstadt, Land und der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf heute Nachmittag: „Die Novemberpogrome waren Wendepunkt und Auftakt der beispiellosen massenhaften Vernichtung von  jüdischem Leben. In diesen Tagen jähren sich zum 80. Mal die ersten Deportationen in die von Nazi-Deutschland besetzten Gebiete im Osten. Die Shoa begann als ein geplantes und von vielen Beteiligten organisiertes Verbrechen inmitten unserer Städte – und damit in aller Öffentlichkeit. Verpflichtend bleibt für uns das, was wir heute tun können: mahnen und erinnern. Es ist unsere Aufgabe, niemals zu vergessen und jedem Antisemitismus entschieden entgegenzutreten.“

Während der Reichspogromnacht am 9. November 1938 und in den Tagen danach wurden in ganz Deutschland jüdische Bürger verfolgt, misshandelt und getötet. Die Nationalsozialisten setzten zahlreiche Synagogen in Brand und zerstörten jüdische Wohnungen, Geschäfte und Büros. 
 

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