03.09.2021

Cybersicherheit und nachhaltige Städte: Konferenz zu 75 Jahren deutsch-britische Partnerschaften

Mehr als 130 Städtepartnerschaften verbinden Nordrhein-Westfalen mit Großbritannien. Ihre Zusammenarbeit und die wirtschaftlichen Verbindungen der beiden Länder sind Thema einer Konferenz im Landtag gewesen: Mehr als 50 Gäste diskutierten über aktuelle Herausforderungen der Kommunen wie Cybersicherheit, Smart Cities und Nachhaltigkeit.

Die Auslandsgesellschaft NRW, die British Chamber of Commerce NRW und der Landtag Nordrhein-Westfalen hatten zu der Konferenz „NRW 75: City meets Business“ eingeladen. Zahlreiche Abgeordnete, Oberbürgermeister, Bürgermeister sowie Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen tauschten sich im Plenarsaal des Landtags aus. 

Die Konferenz ist auch Teil der Feiern zu 75 Jahre #freundship – der besonderen Beziehungen von Nordrhein-Westfalen und Großbritannien. Im Jahr 1946 gründeten die Briten das Bundesland. Der Präsident des Landtags, André Kuper, der die Konferenz eröffnete, machte deutlich, dass die guten Beziehungen auch in Zeiten von Pandemie und Brexit tragfähig sind und gelebt werden: „Nordrhein-Westfalen ist das vom Brexit am stärksten betroffene Bundesland. Auch kommunale Partnerschaften sind davon in oft schmerzhafter Weise berührt. Aber genau deshalb ist es so wichtig, Brücken der Begegnung weiter aufrecht zu erhalten und im Gespräch miteinander zu bleiben. Darüber habe ich mich vor wenigen Tagen auch mit dem britischen Staatsminister für Handelspolitik, Greg Hands, ausgetauscht.“ Er dankte den Mitgliedern des Landtags, die sich in den vergangenen zwei Jahren in einer Enquetekommission mit den Folgen des Brexits befasst haben. Die Kommission hat in ihrem Abschlussbericht Empfehlungen ausgesprochen, wie wirtschaftliche und persönliche Beziehungen aufrecht erhalten werden können.

In den Diskussionsrunden ging es um Herausforderungen, vor denen Unternehmen und Städte in Nordrhein-Westfalen und Großbritannien gleichermaßen stehen: die Cybersicherheit für die Wirtschaft sowie die Entwicklung zu Smart Cities und zu nachhaltigen Städten. „IT-Sicherheit und Nachhaltigkeit stehen exemplarisch für aktuelle Herausforderungen, denen wir uns gemeinsam stellen. Unsere Kommunen, die Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, sind zentrale Akteure. Daher möchte ich die Mitglieder der kommunalen Familie ermutigen: Engagieren Sie sich auch weiterhin für starke Freundschaften und die Begegnung von Menschen aus Nordrhein-Westfalen und dem Vereinigten Königreich.“


Rednerinnen und Redner im Tagesverlauf waren unter anderem Guy Street von der British Chamber of Commerce NRW, Klaus Wegener, Vorsitzender der Auslandsgesellschaft, Peter Biesenbach, Minister der Justiz, Greg Hands, britischer Staatsminister für Handelspolitik, Markus Hartmann, Oberstaatsanwalt, Rafe Courage, britischer Generalkonsul, Stefanie Reichel, Vorstandsmitglied von Vodafone Deutschland sowie Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, Dimitrios Axourgos, Bürgermeister der Stadt Schwerte und Vertreter der Städte Liverpool und Manchester.


Michael Schmidt, Präsident der British Chamber of Commerce, sagte: „Die deutsch- britischen Beziehungen sind auch nach dem Brexit von großem beiderseitigen Interesse, wie die hervorragende Besetzung der Konferenz zeigt.
Wir konzentrieren uns mit der Konferenz auf zentrale Zukunftsthemen beider Länder. Es gilt, nachhaltige Lösungen zu entwickeln, was im partnerschaftlichen Dialog besonders erfolgreich ist.“

Die Fraktionen im Landtag NRW