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Ausstellung zum Thema „Sexualisierte Gewalt“

04.03.2021 - Über das Thema Sexualisierte Gewalt informierte eine Ausstellung, die Anfang März im Landtag eröffnet wurde. „Entschlossen. Stark. Zusammen. Gegen! Sexualisierte Gewalt“ – so lautete der Titel der Ausstellung des „Landesverbands autonomer Frauennotrufe NRW“.

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Ausstellung zum Thema „Sexualisierte Gewalt“ 

Off-Stimme: 

Sexualisierte Gewalt hat viele Formen  – und sie ist alltägliche Realität in unserer Gesellschaft. 

Über das Thema informierte eine Ausstellung, die Anfang März von der Vizepräsidentin des Landtags, Carina Gödecke, eröffnet wurde. 

„Entschlossen. Stark. Zusammen. Gegen! Sexualisierte Gewalt“ – so lautete der Titel der Ausstellung des „Landesverbands autonomer Frauennotrufe NRW“. 

Der Landesverband vernetzt seit 1986 die landesweit zwölf spezialisierten Fachberatungsstellen, die sich gegen sexualisierte Gewalt engagieren.

In seiner Ausstellung thematisierte der Landesverband u. a. die unterschiedlichen Formen der sexualisierten Gewalt wie Vergewaltigung oder Stalking, rechtliche Meilensteine auf nationaler und europäischer Ebene, die Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Formen von Gewaltausübung über digitale Medien. 

Die Ausstellung räumte auch mit Mythen und Vorurteilen zum Thema auf und stellte ihnen Fakten gegenüber. Beispielsweise, dass jede 2. bis 3. Frau in Deutschland Opfer häuslicher oder Sexualisierter Gewalt wird. 

Vizepräsidentin Carina Gödecke hob die Bedeutung des Themas hervor: 

Carina Gödecke, Vizepräsidentin des Landtags:

„Entschlossen. Stark. Zusammen. Gegen! Sexualisierte Gewalt.“

So lautet der Titel der Ausstellung des Landesverbandes autonomer Frauennotrufe NRW, die wir heute als Auftaktveranstaltung hier im Landesparlament im Videoformat eröffnen – weil, anders geht es ja nicht. 

Wir wollen nochmal Öffentlichkeit herstellen für ein Thema und wir wollen dafür sensibilisieren, dass Sexualisierte Gewalt immer heißt: vor allen Dingen Macht auszuüben. 

Es geht um Gewalt, um Erniedrigung, um Demütigung, für die Sexualität damit lediglich als Mittel dient. Das eigentliche Ziel Sexualisierter Gewalt ist: 

die Aufrechterhaltung männlicher Macht und weiblicher Ohnmacht.

Frauen erfahren in ihrem Alltag häufig Sexualisierte Gewalt: Vergewaltigung und sexuelle Nötigung sind die krassesten Beispiele. Aber auch Beschimpfungen und verbale Übergriffe, unerwünschte Blicke und Berührungen zählen dazu. Und jede von uns Frauen kennt das. 

Unter dem Motto „Wir initiieren, kämpfen, unterstützen und setzen durch!“ stehen die Frauennotrufe bedingungslos und parteiisch an der Seite von Frauen, die Opfer sexualisierter Gewalt wurden: mit kostenloser Beratung, Krisenintervention sowie natürlich auch Prozessbegleitung.

Die Ausstellung zeigt die Meilensteine und die Entwicklung von Hilfen und Angeboten für Frauen auf. Sie will eine gesellschaftliche Übersicht zum Themenfeld Sexualisierte Gewalt geben. Aber sie ist auch gleichzeitig eine Würdigung für 45-jähriges Engagement gegen Sexualisierte Gewalt in NRW. 

Für dieses Engagement danke ich Ihnen, liebe Frau Hallenga von der Frauenberatungsstelle Düsseldorf, stellvertretend natürlich für alle Ihre Mitstreiterinnen, im Namen des Landtags sehr, sehr herzlich. 

Ich wünsche der Ausstellung große Beachtung für den gewünschten Erfolg: „Entschlossen. Stark. Zusammen. Gegen! Sexualisierte Gewalt.“

Herzlichen Dank.

Off-Stimme:

Gefördert wurde die Ausstellung vom Ministerium für Gleichstellung des Landes. Ministerin Ina Scharrenbach betonte:

Ina Scharrenbach, Ministerin für Gleichstellung des Landes: 

2021 ist ein ganz besonderes Jahr: 40 Jahre Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. Den feiern wir traditionell im November. Und anlässlich dieses Jubiläums hat der Landesverband autonomer Frauennotrufe in NRW eine Ausstellung auf den Weg gebracht. Denn es geht gemeinsam gegen Sexualisierte Gewalt. Häufig sind Frauen betroffen. Aber wir erleben in unserer Gesellschaft auch Gewalt an Männern. Auch hier haben wir als Landesregierung Initiativen ergriffen, um dieses Tabuthema aus der Gesellschaft herauszuheben und deutlich zu machen: Gemeinsam sagen wir Nein zu Gewalt. 

Herzliche Dank für die Idee und die Initiative an den Landesverband autonomer Frauennotrufe, die wir als Landesregierung gerne unterstützen. 

Off-Stimme: 

Und Etta Hallenga, Sprecherin des „Landesverbands autonomer Frauennotrufe NRW“, sagte:  

Etta Hallenga, Sprecherin des „Landesverbands autonomer Frauennotrufe NRW“:

Was wir hier in dieser Ausstellung erreicht haben, ist das Thema Sexualisierte Gewalt nochmal deutlich zu machen, Betroffenen eine Stimme zu geben. Und das ist genau das, was viele Betroffene sich wünschen: gesehen und gehört zu werden. Und dass ihre Rechte von uns wahrgenommen und umgesetzt werden – zum Wohle der Betroffenen und für unsere Gesellschaft. 
 

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