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80 Jahre Angriff auf die Sowjetunion – Präsident des Landtags André Kuper legt Kranz nieder

22.06.2021 / Am 22. Juni 1941 begann Nazi-Deutschland den Krieg gegen die Sowjetunion. Der Zweite Weltkrieg brachte 27 Millionen sowjetische Todesopfer, darunter 14 Millionen Zivilistinnen und Zivilisten. An mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen wird aus Anlass des Jahrestages dieser Opfer gedacht. André Kuper, Präsident des Landtags, nimmt an einer Kranzniederlegung in Schloß Holte-Stukenbrock teil. In der Landeshauptstadt Düsseldorf legt Josef Neumann, stellvertretender Vorsitzender der Parlamentariergruppe Polen, Mittel- und Osteuropa, Baltikum für den Landtag einen Kranz nieder.


„An diesem Tag erinnern wir an das Grauen und die schweren Verbrechen, die von deutschem Boden ausgingen und über die Völker der Sowjetunion gekommen ist. Hitler setzte mit dem Russland-Feldzug seinen rassenideologischen Vernichtungskrieg fort. Wir betonen unsere Verantwortung, für Frieden und Demokratie einzutreten. Die Chance zur Aussöhnung und Völkerverständigung, die unserem Land gegeben wurde, ist von jeder Generation neu einzulösen. Nur so bleibt unsere Demokratie für die Zukunft glaubwürdig und handlungsstark“, sagte André Kuper, Präsident des Landtags. 

Schloß Holte-Stukenbrock war Standort des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Stalag 326. In den Jahren 1941 bis 1945 durchliefen mehr als 300.000 Kriegsgefangene eines der größten Lager. Von dort wurden die Kriegsgefangenen als Zwangsarbeiter über das gesamte Gebiet des heutigen Landes Nordrhein-Westfalens verteilt, zum Teil auch darüber hinaus. Nach Schätzungen sind bis zu 65.000 Kriegsgefangene gestorben oder getötet worden. Der nahegelegene Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstoter ist eine der größten Kriegsgräberstätten in der Bundesrepublik Deutschland.

Parlamentspräsident André Kuper leitet die Steuerungsgruppe zur Weiterentwicklung der Gedenkstätte Stalag 326 zu einem bedeutenden Erinnerungs- und Lernort. „Der heutige Gedenktag mahnt uns einmal mehr, unsere Geschichte nicht zu vergessen. Gedenkstätten wie Stalag 326 unterstützen die Aussöhnungsarbeit mit jenen Staaten, aus denen die Kriegsgefangenen stammten, die dort interniert, misshandelt, ausgebeutet und auch ermordet wurden.“
 

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