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Sonderbriefmarke zum Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ im Landtag Nordrhein-Westfalen vorgestellt

11.02.2021 / Die neue Sonderbriefmarke zum Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ ist heute im Landtag Nordrhein-Westfalen offiziell vorgestellt worden. Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, nahm sie für den Verein „321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ entgegen. Die feierliche Übergabe der Sonderbriefmarke des Bundesministeriums der Finanzen wurde live im Internet übertragen und unter anderem in Israel und den USA verfolgt.

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Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, der Präsident des Landtags, André Kuper, und die Generalsekretärin des Vereins „321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.“, Sylvia Löhrmann (v.l.), präsentieren die Sonderbriefmarke im Landtag.
 

Die Sonder-Briefmarke hat einen Wert von 80 Cent, gestaltet hat sie Detlef Behr aus Köln. Sie trägt den hebräischen Schriftzug „Chai“, der für „Leben“ und „Lebensfreude“ steht. Sie ist in den Verkaufsstellen der Deutschen Post AG erhältlich. Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium, Bettina Hagedorn, übergab sie per Videoübertragung aus Berlin in den Landtag von Nordrhein-Westfalen.

Der Präsident des Landtags, André Kuper, sagte: „Die Präsentation der Briefmarke mitten im Parlament des größten Bundeslandes ist ein wichtiges Signal: Jüdisches Leben ist mitten in unserer Gesellschaft, es ist Teil unseres Zusammenlebens. Das Jubiläumsjahr ‚1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland‘ führt uns trotz der Corona-Pandemie vor Augen, wie bunt und vielfältig jüdisches Leben ist. Vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte tragen wir alle Verantwortung dafür, dass jüdisches Leben mit seinen Symbolen, Zeichen und seiner Lebensfreude Normalität in unserem Land ist – ohne Angst vor antisemitischen Anfeindungen und Übergriffen. Ich wünsche mir, dass viele Menschen das Festjahr zum Anlass nehmen, jüdisches Leben in ihrer Nachbarschaft zu entdecken und gerne auch die Sonderbriefmarke verwenden.“

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Die Sonder-Briefmarke hat einen Wert von 80 Cent, gestaltet hat sie Detlef Behr aus Köln.

Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und Vorsitzender der Mitgliederversammlung des Vereins „321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.“, zeigte sich denn auch „dankbar für die Sonderbriefmarke, die textlich und farblich explizit jüdisches Leben in Deutschland in den Vordergrund stellt. Ich würde mich freuen, wenn viele Menschen – die sich ja derzeit Corona-bedingt nicht nah sein können – die Gelegenheit nutzen, um Briefe zu schreiben und so auf das Festjahr aufmerksam machen.“ Daran appellierte auch die Generalsekretärin des Vereins 321, Sylvia Löhrmann: „Senden Sie das kleinste Werbeplakat in alle Welt und tragen so zum Erfolg des Festjahres 2021-1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland bei!“

 „Jüdisches Leben ist vielfältiger, lebendiger und fester Teil unseres Landes“, bestätigte Dr. Felix Klein. Der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus war persönlich nach Düsseldorf gekommen, um eine der ersten Großveranstaltungen im Festjahr zu würdigen: „Diese Briefmarke ist ein Baustein von vielen, die dazu beitragen, jüdisches Leben in Deutschland sichtbarer zu machen.“

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Per Videozuschaltung hatte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium, Bettina Hagedorn (l.), die Briefmarke an Präsident André Kuper übergeben.

 

Hintergrund

Im Jahr 321, vor 1.700 Jahren, legte der römische Kaiser Konstantin in einem Edikt fest, dass Juden in Köln städtische Ämter ausüben dürfen und sollen. Dieses historische Dokument gilt als ältester Beleg für die Existenz jüdischen Lebens auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik.

Das deutsch-jüdische Jubiläumsjahr mit über 1.000 Veranstaltungen steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

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Die digitale Veranstaltung wurde live im Internet übertragen. Das Video kann hier aufgerufen werden.

Fotos: bs
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