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"Demokratieschule“ im Landtag: Flüchtlinge lernen Werte von Demokratie und Parlamentarismus kennen

15.01.2020 / Freie Wahlen, Gewaltenteilung, Meinungsfreiheit – was für die Bürgerinnen und Bürger Nordrhein-Westfalens selbstverständlich ist, müssen Menschen, die damit bisher keine Berührung hatten, oft erst kennenlernen. Ein Prozess, der Unterstützung braucht. Hier setzt die „Demokratieschule“ an. Rund 100 Asylbewerberinnen und Asylbewerber besuchten deshalb heute den Landtag und sprachen mit dem Präsidenten des Landtags, André Kuper, über Demokratie, Politik sowie Herausforderungen der Integration.

Die Gruppe mit Migrantinnen und Migranten aus Mülheim, Düsseldorf, Paderborn und Brilon-Marsberg-Olsberg erhielt während einer Führung Informationen über die Aufgaben des Parlaments, Grund- und Bürgerrechte sowie Gewaltenteilung und Föderalismus. Zudem standen aktuelle Fragen zu Menschenrechten, zu Rechten und Pflichten der Integration im Mittelpunkt. Der Landtag Nordrhein-Westfalen bietet das besondere Besuchsprogramm gemeinsam mit dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration sowie den Kommunalen Integrationszentren an.

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Präsident André Kuper begrüßte die Gruppe.

„Wir glauben, dass Politik zum Anfassen die engagierte Zivilgesellschaft von morgen schafft. Eine Demokratie lebt nur dann, wenn es Demokraten gibt. Deshalb brauchen wir insbesondere Informationen und einen Kontakt zu den jungen Bürgerinnen und Bürgern in unserem Land. Zur erfolgreichen Bewältigung der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe ‚Integration‘ gehört ebenfalls die Information der zu uns gekommenen Menschen über unsere Werte und unser politisches System. Demokratie ist eine Staatsform, die viele Freiheiten bietet und daher vielleicht weniger präsent in den Köpfen der Menschen ist. Umso wichtiger ist es, dass man für sie wirbt, sie erklärt und sie beschützt“, sagte der Präsident des Landtags, André Kuper.

Das Projekt „Demokratieschule“ startete im Januar 2019. Das Besuchsprogramm richtet sich an junge Erwachsene mit Fluchthintergrund, die einen Integrationskurs besuchen und über Deutschkenntnisse verfügen. Über 700 Migrantinnen und Migranten haben bereits teilgenommen.

Fotos: bs
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