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Deutsch-französische Aussöhnung: Ausstellung im Landtag erinnert an Franz Stock

26.11.2019 / Der deutsche Priester Franz Stock hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg um die deutsch-französische Aussöhnung verdient gemacht. An seine nur wenig bekannte Geschichte erinnert jetzt die Ausstellung „Franz Stock – Versöhnung durch Menschlichkeit“ im Landtag. Bilder und Texte zeigen die Stationen im Leben des 1904 in Arnsberg-Neheim geborenen Priesters.

Die Ausstellung ist zu sehen bis Donnerstag, 5. Dezember 2019, und kann täglich besucht werden nach Anmeldung unter veranstaltungen@landtag.nrw.de oder 0211 884-2129 bzw. -2422. Außerdem können Interessierte sie an dem offenen Besucherwochenende (29. November/1. Dezember 2019) jeweils von 11 bis 17 Uhr ohne Anmeldung besichtigen.

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Ausstellungseröffnung in der Bürgerhalle des Landtags mit Pfarrer Stephan Jung, Vorsitzender des Franz-Stock-Komitees für Deutschland, Parlamentspräsident André Kuper, Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und  Wissenschaft, und Landtagsvizepräsident Oliver Keymis.

Franz Stock ging 1934 als Leiter der deutschsprachigen Gemeinde nach Paris. Nach der Besetzung Frankreichs durch NS-Deutschland betreute er auch die französischen Gefangenen in drei Pariser Wehrmachtsgefängnissen. In Frankreich gab man ihm den Namen „Der Erzengel in der Hölle“. Nach der Befreiung Frankreichs wurde er als Kriegsgefangener mit der Leitung des „Priesterseminars hinter Stacheldraht“ für deutsche Kriegsgefangene in Chartres betraut. Franz Stock starb am 24. Februar 1948. Zur Eröffnung der Ausstellung kamen zahlreiche Abgeordnete und Gäste, darunter die Generalkonsulin Frankreichs, Dr. Olivia Berkeley-Christmann, und Dr. Antonius Hamers, Leiter des Katholischen Büros NRW.
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„Franz Stock hat einen wichtigen Grundstein gelegt für die Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland. Sein Leben strahlt über seine Lebenszeit hinaus,
weil er voller Menschlichkeit war, voll Versöhnungswillen und voller Friedensbereitschaft. Er ist ein Vorbild für alle, die sich für die deutsch-französische Freundschaft und unsere Zusammenarbeit für Europa einsetzen“, sagte der Präsident des Landtags, André Kuper, bei der Eröffnung.

Fotos: bs

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