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„Mitgebracht.“ – Ausstellung zu 60 Jahre Landmannschaft der Russlanddeutschen im Landtag

17.09.2019 / Der Landtag Nordrhein-Westfalen zeigt bis Mittwoch, 2. Oktober 2019, die Ausstellung „Mitgebracht. Eugen Litwinow – Nikolaus Rode. Erfahrungswelten russlanddeutscher Künstler“, gemeinsam mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland NRW und der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus/Deutsch-osteuropäisches Forum. Die Kunstwerke geben Einblicke in die Herkunft, Namen und Identität junger Deutschen aus Russland und befassen sich mit der Geschichte von Flucht, Deportation und Leid.

Der Präsident des Landtags, André Kuper, hat die Ausstellung eröffnet: „60 Jahre Landsmannschaft der Deutschen aus Russland – dabei denken wir auch an ein dunkles Kapitel, das tiefste Spuren auf dem Leidensweg der Russlanddeutschen hinterlassen hat: Eine ganze Bevölkerungsgruppe wurde allein aufgrund ihrer deutschen Herkunft staatlichen Repressionen und einer gesellschaftlichen Ächtung ausgesetzt, nicht nur während des Krieges, sondern über Jahrzehnte: Massendeportationen, Zwangsarbeit in Todeslagern, ein Leben unter Sonderaufsicht in ausgewiesenen Siedlungsgebieten.“


Ausstellungseröffnung im Landtag mit (v.l.) Dietmar Schulmeister, Landesvorsitzender der Landsmannschaft
der Deutschen aus Russland in NRW, Künstler Nikolaus Rode, Landtagspräsident André Kuper, Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär, und Prof. Dr. Winfried Halder, Direktor Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus. 

In seinem künstlerischen Projekt Mein Name ist Eugen porträtiert der 1987 in Kasachstan geborene junge Berliner Künstler Eugen Litwinow 13 junge Russlanddeutsche, die alle den Namen Eugentragen. Sie sind sich noch nie begegnet, doch alle hießen früher Evgenij.

Als sie Anfang der Neunzigerjahre nach Deutschland zogen, wurde ihr Name radikal eingedeutscht. Litwinow führte umfangreiche und intensive Gespräche und gibt authentische Einblicke in ihr Leben, ihre Identitäten und die Herausforderungen des Aufwachsens in einer neuen, nur zum Teil vertrauten Kultur.

Nikolaus Rode zeigt Malerei und Zeichnungen. Der 1940 in Eigental, einer deutschen Kolonie in der Ukraine, geborene Künstler studierte Malerei, Design und Bühnenbild in der Sowjetunion und war in Deutschland als Theatermaler tätig. Die Kunst von Nikolaus Rode ist untrennbar verknüpft mit seiner Lebensgeschichte. Es ist eine Geschichte von Flucht, Deportation und dem Leid, den diese mit sich ziehen. Rodes Bilder sind Bekenntnisse und stumme Zeugnisse dieses Schreckens. Sie sind stumme Schreie dort, wo Sprache oft versagt bleibt und erzählen ein Schicksal, das er mit vielen teilt, die Krieg, Flucht und Verbannung erleben.

Die Ausstellung kann täglich besucht werden nach Anmeldung unter veranstaltungen@landtag.nrw.de oder 0211 884-2129 bzw. -2330. Außerdem können Interessierte sie an den offenen Besucherwochenenden (7./8., 14./15. und 21./22. September 2019) jeweils von 11 bis 17 Uhr ohne Anmeldung besichtigen.

Fotos: bs

 

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