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Begrüßungsworte anlässlich des Parlamentarischen Abends der AWO
(5.11.2009)
Begrüßungsworte der Präsidentin des Landtags NRW Regina van Dinther
anlässlich des Parlamentarischen Abends der AWO in NRW am 4. November 2009, 20.00 Uhr, Bürgerhalle des Landtags
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
verehrte Gäste!
I.
Erst vor einem Monat haben wir hier im Landtag das 90-jährige Bestehen eines Verbandes gewürdigt, der sich mit seiner segensreichen Arbeit über die Maßen verdient gemacht hat.
Ich meine den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der kurz nach dem Ersten Weltkrieg 1919 gegründet wurde mit dem Ziel, das Leid der Kriegsopfer zu lindern.
Heute, verehrter Herr Vorsitzender Gunder Heimlich, wollen wir das 90-jährige Bestehen Ihres Verbandes würdigen, der ebenfalls Großartiges geleistet hat und leistet, weil er seit seiner Gründung bis zum heutigen Tag den sozialen Fortschritt mitgestaltet.
Die Rede ist von der Arbeiterwohlfahrt, oder kurz, die AWO, wie sie noch viel besser bekannt ist.

II.
90 Jahre Einsatz für Menschlichkeit - das ist wahrlich ein guter Grund, von Herzen Dank zu sagen und einen Parlamentarischen Abend zu gestalten.
Gegründet wurde die Arbeiterwohlfahrt, wie Marie Juchacz, die erste Vorsitzende der AWO, sagte, als“Selbsthilfe der Arbeiterschaft“.
Zunächst versuchte sie, vor allem die Not der Opfer und Hinterbliebenen durch den Ersten Weltkrieg zu lindern. Nähstuben, Mittagstische, Werkstätten zur Selbsthilfe und Beratungsstellen - das waren die wichtigen Anlaufstellen.
Später entwickelte sie sich zu einer Hilfsorganisation für alle sozial bedürftigen Menschen. Und im Prinzip ist sie
das bis heute geblieben, wenngleich sie heute längst von einem zeitgemäßen, modernen Sozialmanagement professionell
geführt wird.
III.
Unterstützt werden die Hauptamtler von unzähligen Menschen, die freiwillig im Ehrenamt helfen und mittun. Ohne sie wäre die AWO nicht das, was sie ist:
Ein Sozialverband mitten im Leben unserer Gesellschaft.
Ich muss jetzt gar nicht weiter auf die wechselvolle Geschichte der AWO und ihre großen sozialpolitischen Leistungen eingehen. Denn wir haben eine erstklassige, ausdrucksstarke Ausstellung aufgebaut, die das übernimmt.
Nutzen Sie diesen Abend und schauen Sie sich die sehens- und lesenswerten Tafeln an! Es lohnt sich wirklich.
IV.
Eindrucksvolle Bilder, Texte, Film- und Tondokumente beschreiben die Zeit seit der Gründung der Arbeiterwohlfahrt bis heute.
Die Ausstellung zeigt die beeindruckende Entwicklung der Selbsthilfeorganisation der Arbeiterschaft bis zum Verbot der Arbeiterwohlfahrt 1933 durch die Nazis.
Es folgt die Zeit im Exil und die Phase des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg, wo sie maßgeblich zur Bekämpfung von Hunger, Flüchtlingselend und Wohnungsnot beigetragen hat.
Mit zwei weiteren Zeitperioden von 1949 bis 1989 - der Bonner Republik - und von 1989 bis heute - der Berliner Republik - schließt die Ausstellung den Kreis der 90-jährigen Geschichte der AWO.
Eines bildet dabei immer die Klammer um das nunmehr 90-jährige Engagement der Arbeiterwohlfahrt:
Und zwar das Eintreten für Solidarität, Toleranz, Freiheit und Gerechtigkeit.
Dieser Parlamentarische Abend bietet die wunderbare Gelegenheit, hierfür Dank zu sagen.
Freuen wir uns nun auf das Wort des Vorsitzenden der AWO in Nordrhein-Westfalen, Gunder Heimlich.
Herzlichen Dank.
Herausgeber:
Der Präsident des Landtags
Redaktion:
Hans Zinnkann, Pressesprecher; Florian Melchert, stv. Pressesprecher
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