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Begrüßungsworte anlässlich der Veranstaltung "Von der Solidarnosc in Gdansk zum Mauerfall in Berlin"

(2.11.2009) Begrüßungsworte der Präsidentin des Landtags NRW Regina van Dinther anlässlich der Veranstaltung „Von der Solidarnosc in Gdansk zum Mauerfall in Berlin“ am 30. Oktober 2009, 17.00 Uhr, Villa Horion

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
verehrte Gäste!

I.

Ich freue mich sehr, Sie heute Nachmittag in der schönen Villa Horion begrüßen zu können und heiße Sie herzlich willkommen.

Da dies eine gemeinsame Veranstaltung ist, begrüße ich mit Freude die Mitveranstalter: Herzlich willkommen Anna Brzozowska, Direktorin des Polnischen Instituts Düsseldorf, und Klaus Baumgärtner vom Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung Nordrhein-Westfalen.

II.

„Die Veränderungen in Europa sind nicht vom Himmel gefallen, sondern erkämpft worden, und zwar ganz wesentlich in Polen.“

Mit diesen Worten hat Bundestagspräsident Norbert Lammert die Rolle Polens auf dem Weg zur Freiheit gewürdigt.

Die „Welt am Sonntag“ brachte  es noch knapper auf den Punkt, indem sie titelte:

„Ohne die Polen kein Mauerfall.“ 

Mein besonderer Willkommensgruß gilt der Generalkonsulin der Republik Polen. Ich freue mich sehr, dass Sie bei uns sind, verehrte, liebe Frau Kozlowska.

Sie vertreten gleichzeitig auch den Botschafter Ihres Landes, Dr. Marek Prawda, der mit mir gemeinsam die Schirmherrschaft für die heutige Veranstaltung übernommen hat. Dieser Abend ist gleichzeitig unser Dank an Ihr Land und seine Menschen, die in so beeindruckend mutiger Weise ihre Freiheitsliebe zum Ausdruck gebracht haben.

III.

Wenn wir in Deutschland in diesen Wochen den 20. Jahrestag des Berliner Mauerfalls und die deutsche Einheit feiern, dann dürfen wir in der Tat den Beitrag Polens zu dieser Entwicklung nicht vergessen.

Ausgangspunkt der Gründung einer unabhängigen Gewerkschaft in Polen, der Solidarność, war im August 1980 der Streik der Arbeiter auf der Leninwerft in Danzig. Solidarnosc fand schnell massive Unterstützung von regimekritischen Intellektuellen und weiten Teilen der katholischen Kirche.

Das war der Anfang vom Ende des kommunistischen Regimes, das die Bewegung trotz des 1981 verhängten Kriegsrechts nicht mehr unter Kontrolle bringen konnte.

Acht Jahre lang widersetzte sich Solidarnosc mit Erfolg allen Versuchen des Regimes, sie zum Schweigen zu bringen oder zu korrumpieren - erst in der Illegalität, dann in zunehmend siegesbewusster Offenheit. So wuchs sie auf annähernd zehn Millionen Mitglieder an und repräsentierte damit praktisch die gesamte polnische Gesellschaft.

Die grundlegenden Reformen wurden schließlich durch einen „Runden Tisch“ eingeleitet. Diese Entwicklung hat auf die DDR nachhaltig eingewirkt. Der Fall der Mauer, der „Runde Tisch“ unter Beteiligung der Bürgerrechtsbewegung, die ersten freien Wahlen und die deutsche Wiedervereinigung 1990 - das waren die Folgen.

IV.

Das alles soll heute Abend in Form einer Diskussion eine besondere Rolle spielen.

Hierzu freue ich mich, als Diskutanten begrüßen zu können: Wolfgang Templin, Adam Krzeminski und Piotr Buras. Herzlich willkommen!

Damit sich der Abend allerdings nicht allzu wortlastig gestaltet, wird es auch Musik geben: Musik mit Liedern und Texten, die die aufregenden, aber wunderbaren Veränderungen aufgreifen.

Hierzu heiße ich mit Freude willkommen zwei Künstler. Sie sind Musiker, Dichter, Schriftsteller, Liedermacher:

aus Krakau den Solidarnosc-Barden Leszek Wojtowicz,

und den 1988 aus der DDR in den Westen abgeschobenen Stephan Krawczyk.

Herzlich willkommen!

Freuen wir uns auf einen kurzweiligen Abend zum spannenden Thema:

„Von der Solidarnosc in Gdansk zum Mauerfall in Berlin.“

Ich danke Ihnen.  

Herausgeber: Der Präsident des Landtags
Redaktion: Hans Zinnkann, Pressesprecher; Florian Melchert, stv. Pressesprecher
Telefon: 0211/884-2850   Telefax: 0211/884-2250
E-Mail:  hans.zinnkann@landtag.nrw.de

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