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Begrüßungsworte zum Parlamentarischen Abend der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände NRW
(7.10.2009)
Begrüßungsworte der Präsidentin des Landtags Nordrhein-Westfalen Regina van Dinther anlässlich des Parlamentarischen Abends der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände NRW am 7. Oktober 2009, 20.00 Uhr, Bürgerhalle des Landtags
Guten Abend, meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
verehrte Gäste!
I.
„Manche halten den Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse; andere meinen, er sei eine Kuh, die man ununterbrochen melken könne; nur wenige sehen in ihm ein Pferd, das den Karren zieht.”
Mit diesem Spruch von Winston Churchill begrüße ich Sie auf das Herzlichste zum Parlamentarischen Abend der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände Nordrhein-Westfalen.
Verehrter Herr Präsident Maier-Hunke, es ist eigentlich erstaunlich, warum es bisher keinen parlamentarischen Abend mit der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände gegeben hat.
Gut, dass Sie die Initiative dazu ergriffen haben und allerhöchste Zeit, Versäumtes aufzuholen.
Deshalb freue ich mich sehr, Sie alle, wie schon so oft in dieser Wahlperiode, zu einer Premiere willkommen heißen zu können.
II.
Das Pferd, das den Karren zieht. Ich möchte in diesem Bild bleiben. Denn es sind die nordrhein-westfälischen Unternehmen des Mittelstands, die das Gros der Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen.
Statt kurzfristigem Ertragsdenken steht der langfristige Unternehmenserfolg im Mittelpunkt. Die Botschaft des Mittelstands, viele davon sind Familienunternehmen, ist eindeutig:
Spitzenqualität und soziale Verantwortung gehören zusammen!
Wir können die Krise auch deshalb besser meistern als andere, weil wir unseren Mittelstand haben, der regional verwurzelt ist, sich sozial engagiert und dabei weltweit tätig ist.
Es ist richtig, sich gerade in der jetzigen Situation auf diese Stärke zu besinnen. Denn Sie haben in Zeiten des Aufschwungs nicht auf überhöhte und damit risikobehaftete Gewinne gesetzt, sondern vielmehr auf den nachhaltigen Erfolg. Das zahlt sich jetzt aus.
Damit sind sie auch das allerbeste Vorbild für die nächste Generation der Gründer in unserem Land.
III.
Das Stichwort „nächste Generation“ führt mich abschließend zu einem Punkt, der mir am Herzen liegt:
Die Entwicklung guter Schulen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der sich alle relevanten Gruppen beteiligen müssen, wenn wir eine gute Zukunft haben wollen.
Durch finanzielle Unterstützung, aber auch durch die Vermittlung von Wissen und Werten kommt hierbei der Wirtschaft eine besondere Rolle zu, die sie auch in beeindruckender Weise wahrnimmt.
Zahlreiche wunderbare Projekte gibt es dazu bei uns im Land:
Ich nenne nur die Stiftung „Partner für Schule“ oder die „MINT-Bildung“ vom Kindergarten bis zur gymnasialen Oberstufe - gemeint ist die besondere Förderung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, damit Ingenieure in Zukunft bei uns keine Mangelware sind.
Diese Projekte, verehrter Herr Präsident Maier-Hunke, werden von Ihrem Verband großartig gefördert. Dafür danke ich Ihnen sehr.
Meine Bitte: Lassen Sie in Ihrem Engagement für junge Menschen nicht nach!
IV.
Die soziale Marktwirtschaft hat uns Wohlstand und Stabilität gebracht. Sie ist eine 60-jährige Erfolgsgeschichte und wird sich auch in dieser Krise bewähren.
Sie, meine Damen und Herren, die Sie in Ihren Unternehmen Verantwortung in vorderster Reihe tragen, sind die besten Beispiele, um für unsere Wirtschaftsordnung zu werben.
Ich weiß Ihr großes Engagement für unsere Gesellschaft zu schätzen. Deshalb ist mir dieser Abend auch so wichtig - - - weil eben Sie es sind, die den Karren ziehen.
Herzlichen Dank dafür - und uns allen einen schönen Abend!
Herausgeber:
Der Präsident des Landtags
Redaktion:
Hans Zinnkann, Pressesprecher; Florian Melchert, stv. Pressesprecher
Telefon: 0211/884-2850 Telefax: 0211/884-2250
E-Mail: hans.zinnkann@landtag.nrw.de

