Informationen
Parlamentarischer Abend mit dem Chorverband NRW
(7.5.2009)
Begrüßungsworte
der Präsidentin des Landtags Nordrhein-Westfalen
Regina van Dinther
anlässlich des Parlamentarischen Abends mit dem ChorVerband NRW
am 7. Mai 2009, 18.30 Uhr, Bürgerhalle des Landtags
Es gilt das gesprochene Wort!
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
verehrte Kolleginnen und Kolleginnen,
liebe Freunde der Chormusik!

I.
Die Technik macht’s möglich: Komplette Musiksammlungen passen heute auf einen MP3-Player und rund um die Uhr kann man zwischen Hunderten von Radio- und Fernsehprogrammen wählen.
Doch wie viel sich auch technisch verändert: Die Freude am gemeinsamen Singen und Musizieren ist geblieben. Der beste Beweis sind unsere leistungsstarken Chöre, wie wir gerade schon hören konnten.
3.000 Chöre mit rund 250.000 Mitgliedern in 63 Sängerkreisen sind im ChorVerband NRW zusammengeschlossen. Er ist damit der größte Landesverband innerhalb des Deutschen Chorverbandes und der landesweit größte Kulturverband in Nordrhein-Westfalen.

Verehrter, lieber Herr Präsident Hermann Otto!
Ich freue mich sehr darüber, dass der ChorVerband NRW heute Abend zu Gast im Landtag ist und wir gemeinsam einen parlamentarischen Abend ausrichten. Seien Sie alle von Herzen willkommen!
Mein Dank gilt den 6 Chören, die im Laufe des Abends für uns singen. Auch Ihnen gilt mein Willkommensgruß. Vielleicht bekommen wir es ja hin, auch ein Lied zusammen zu singen. Das fände ich besonders schön.
II.
Verehrte Gäste! Seit es Menschen gibt, musizieren sie. Und solange es Menschen gibt, werden sie dies tun. In Deutschland engagieren sich Millionen Menschen in der Laienmusik. Das muss einen Grund haben.
Schon der griechische Philosoph Aristoteles wusste:
„Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu bereiten.“
Recht hat er! Musik schenkt Freude! Dem, der sie macht! Und dem, der sie hört!
Ich sage das aus eigenem Erleben: Ich singe selber gern - natürlich auch in einem Chor.
Musik bereitet Freude und kann glücklich machen. Musik kann sogar noch mehr:
Musik hilft uns auch, mit Gefühlen oder Stress besser umzugehen. Und gemeinsames Musizieren fördert unser Einfühlungsvermögen, unsere Wahrnehmung, unsere Bereitschaft zur Zusammenarbeit.
Musik und Musizieren trainiert also all das, was wir heute als emotionale und soziale Kompetenz bezeichnen.
Es lohnt sich also, die musikalischen Fähigkeiten eines jeden zu schulen. Und ganz wichtig: Das muss im frühen Kindesalter beginnen.
Deshalb sollte das gemeinsame Musizieren in Kindergärten und Schulen seinen festen Platz haben. Die Projekte „Jedem Kind ein Instrument“ im Ruhrgebiet und die „Singpause“ an Düsseldorfer Grundschulen - sie gehen diesen Weg bereits erfolgreich.
Und deshalb sollten wir auch die vielen Chöre in unserem Land als einen Schatz betrachten, den wir hegen und pflegen müssen - und auf den wir stolz sind.
III.
Mein und unser aller Dank gilt heute dem ChorVerband NRW, lieber Herr Präsident Hermann Otto. Mit seiner Arbeit und seinen vielfältigen Initiativen weckt er die Lust am gemeinsamen Singen immer wieder neu.
Ich denke da beispielhaft an das „Singförderprojekt Toni“. Die Initiativen werden Sie uns gleich noch vorstellen.
Mein Dank gilt ebenso allen, die in der segensreichen ChorStiftung NRW mittun und helfen, die Arbeit der Chöre dauerhaft zu sichern.
Ganz im Sinne dieser Veranstaltung wünsche ich uns allen einen klangvollen Abend, dem ChorVerband NRW alles Gute für die Zukunft und allen Chormitgliedern weiterhin viel Freude beim Musizieren und Singen!
Wie sagt es eine Weisheit so schön:
„Wer ein Instrument spielt oder im Chor singt, der trifft auch im Alltag meist die richtigen Töne.“
Lieber Herr Präsident Hermann Otto, wir freuen uns auf Ihr Wort.
Herzlichen Dank!
Herausgeber:
Der Präsident des Landtags
Redaktion:
Hans Zinnkann, Pressesprecher; Florian Melchert, stv. Pressesprecher
Telefon: 0211/884-2850 Telefax: 0211/884-2250
E-Mail: hans.zinnkann@landtag.nrw.de

