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Amtseinführung des US-Präsidenten

Amtseinführung von Barak Obama (21.1.2009) Gut 500 Gäste verfolgten im Landtag Nordrhein-Westfalen auf zwei großen Leinwänden die Berichterstattung von CNN zur Amtseinführung des 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Barack Obama. Die Vereidigung des neuen US-Präsidenten wie auch dessen Antrittsrede wurden mit viel Beifall bedacht.

Die Veranstaltung war als Zeichen der deutsch-amerikanischen Freundschaft auf Initiative von Landtagsvizepräsidentin Angela Freimuth, auch Vorsitzende der Deutsch-Amerikanischen Parlamentariergesellschaft, dem US-Generalkonsul in Düsseldorf, Matthew G. Boyse, sowie der Vorsitzenden des Amerika Hauses NRW, Jeane von Oppenheim, zustande gekommen.

 

   

 

Grußwort der Vizepräsidentin des Landtags Nordrhein-Westfalen Angela Freimuth anlässlich des Empfangs »The Inauguration of Barack Obama as President of the United States of America« am 20. Januar 2009, 17 Uhr, Wandelhalle des Landtags

 

Sehr geehrter Herr Generalkonsul Boyse!
Verehrte Baronin von Oppenheim!
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Verehrte Gäste,

Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf des Jahres 2008 hat viele Menschen nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland und der übrigen Welt interessiert. Das begann schon im Vorwahlkampf.

Senator McCain stand relativ schnell als republikanischer Bewerber fest, bei den Demokraten war lange Zeit offen, ob mit Senatorin Clinton die erste weibliche Amerikanerin oder mit Senator Obama der erste farbige Amerikaner ins Rennen um das Präsidentenamt gehen würde. Im August/September es das dann entschieden.

Langweilig wurde es dann aber keineswegs. Auch in Nordrhein-Westfalen haben Menschen mit großem Interesse – und oft staunend – den politischen Wettstreit der Präsidentschaftskandidaten McCain und Obama verfolgt. Das Ergebnis ist bekannt. Sowohl an Wählerstimmen   und besonders bei den Wahlmännern gewann Barack Obama und er wird nach Ableistung seines Amtseides der erste farbige und der fünftjüngste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sein.

Egal wie jeder einzelne sein demokratisches Wahlrecht persönlich ausgeübt hat oder ausgeübt hätte: Als Demokraten erkennen wir an, dass es Barack Obama in seinem Wahlkampf gelungen ist, Menschen erstmalig oder wieder dafür zu gewinnen, von ihrem demokratischten Recht, dem Wahlrecht, Gebrauch zu machen. Ihm und seinem Team ist gelungen, Demokratie positiv zu besetzen und Menschen dafür zu gewinnen, dass sie gestalten können und wollen.

 

 

Die feste Überzeugung, dass die Demokratie die beste aller Staats- und Regierungsformen ist, eint uns auf beiden Seiten des Atlantiksund in dieser Überzeugung darf ich Sie herzlich hier im nordrhein-westfälischen Landesparlament willkommen heißen.

Gemeinsam mit dem US-Generalkonsulat und dem Amerika-Haus NRW - und ich freue mich besonders, dass Generalkonsul Boyse und Baronin von Oppenheim heute Abend auch persönlich anwesend sind -  wollen wir heute Abend die CNN-Berichterstattung zur Amtseinführung und Vereidigung in Washington D.C. live verfolgen und dies zum Anlass nehmen, die enge Freundschaft zwischen den USA und Nordrhein-Westfalen zu unterstreichen, aber auch miteinander zu diskutieren, wie wir diese durch eigene Beiträge intensivieren können.  

Ich erlaube mir bereits an dieser Stelle eine Bitte, aus Wertschätzung unseren amerikanischen Gästen gegenüber, während der Ableistung des Eides, der Rede und während der Nationalhymne die Gespräche auf das zwingend notwendigste zu begrenzen oder sogar ganz zu unterlassen.

Verehrte Gäste,

seit vielen Jahren setzen sich die Abgeordneten im nordrhein-westfälischen Landtag - in allen Fraktionen - für eine enge Freundschaft zu den USA ein. In der Deutsch-Amerikanischen Parlamentariergruppe engagieren sich meine Kolleginnen und Kollegen aus allen vier Fraktionen für einen nachhaltigen kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Austausch.

Die Bilanz der transatlantischen Beziehungen kann sich sehen lassen: Um 30 Prozent ist der Außenhandel zwischen den USA und NRW in den vergangenen 10 Jahren gewachsen. Mit einem Handelsvolumen von über 15 Milliarden Euro sind die USA damit einer der wichtigsten Außenhandelspartner unseres Landes. Und die amerikanische Wirtschaft ist hier zugleich der größte Investor außerhalb Europas. Zahlreiche amerikanische Unternehmen bieten  Amerikanern, Deutschen und anderen Staatsbürgern einen Arbeitsplatz in unserem Bundesland.

Eine Vielzahl an Partnerschaften zwischen nordrhein-westfälischen Kommunen und US-amerikanischen Städten, zwischen nordrhein-westfälischen und amerikanischen Schulen und Hochschulen zeugt von einer wechselseitig fruchtbaren, lebendigen, generationenübergreifenden Freundschaft auf der Grundlage gemeinsamer Werte: Freiheit, Demokratie, Menschenrechte.

Der sich nun vollziehende Politikwechsel in den USA wird uns allen Anlass geben, uns auch weiterhin mit großem Interesse der transatlantischen Freundschaft zu widmen und uns intensiv mit der US-amerikanischen Politik zu beschäftigen. Die großen Herausforderungen in unserer Welt - Schaffung und Erhalt von Frieden, eine gesunde Umwelt, Beseitigung von Menschenrechtsverletzungen, Diktatur und Hunger, Bekämpfung von Krankheiten - erfordern von Amerika und Europa sicher in besonderer Weise ein gemeinsames Engagement.

Ich persönlich habe die Hoffnung, dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger – insbesondere junge Menschen in Nordrhein-Westfalen – wieder oder weiter für den transatlantischen Dialog interessieren.

Denn wir alle wissen:  Politisches Interesse ist der beste Grundstein auch für ein persönliches politisches Engagement – sei es auf Kommunal-, Landes-, Bundes- oder internationaler Ebene –.

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Lassen Sie mich zum Schluss meinen Dank an die Sponsoren des heutigen Abends zum Ausdruck bringen. Sie sorgen mit  Speisen und Getränken dafür, dass wir diesen heutigen Empfang ausrichten können.

Besonders danke ich im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen aber Ihnen, liebe Gäste, dass Sie unserer Einladung in Ihr Haus, gefolgt sind und wünsche uns einen tollen in Erinnerung bleibenden Abend mit vielen anregenden interessanten Gesprächen und Begegnungen!

Herzlichen Dank!

 

Herausgeber: Der Präsident des Landtags
Redaktion: Hans Zinnkann, Pressesprecher; Florian Melchert, stv. Pressesprecher
Telefon: 0211/884-2850   Telefax: 0211/884-2250
E-Mail:  hans.zinnkann@landtag.nrw.de

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