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Interessante energiepolitische Vorschläge beim 1. EU-Jugendforum im Landtag

(26.3.2009) 400 Jugendliche waren am 13. März zum ersten europäischen Jugend-Forum im Düsseldorfer Landtag zu Gast. Dort diskutierten sie mit Politikern und Umweltexperten, was Europa gegen den Klimawandel unternehmen kann. In der Debatte erhielten die Schülerinnen und Schüler praktische Einblicke in die politische Arbeit der Europäischen Union, denn Veranstalter war - neben dem Landtag NRW - das Informationsbüro Deutschland des Europäischen Parlaments, welches 16 Veranstaltungen zu diesem Thema macht. Eine tolle Sache, denn viele Jugendliche werden am 7. Juni 2009 erstmals an den Wahlen zum Europäischen Parlament teilnehmen können.

 

 

Bevor die Jugendlichen im Plenarsaal über die Zukunft der europäischen Klima- und Energiepolitik diskutierten, ließen sich einige von ihnen im Vortragssaal des Landtags in das Thema einführen. Schnell merkten die Schülerinnen und Schüler: "Der Klimawandel geht uns alle an!" Und ohne die Zusammenarbeit der Staaten in der Europäischen Union wäre das Problem nicht zu lösen.

Engagiert beteiligten sich die jungen Leute an den Debatten im Plenarsaal und verstanden es, ihre Meinungen überzeugend zu vertreten. Nach der Anhörung mit Klima-Experten gaben die Gäste eigene Stellungnahmen ab, die sie zuvor in ihren Schulklassen erarbeitet hatten. Die Jugendlichen schlugen kreative Ansätze vor, um dem Klimawandel in der Europäischen Union entgegen zu wirken. Ob ein autofreier Sonntag zum Erfolg führt? Oder sollte sich die EU lieber für den Bau weiterer Solarkraftwerke einsetzen? Außerdem forderten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Entwicklungsländer stärker an Klimakonzepten zu beteiligen. Nur wenn deren wirtschaftliche Entwicklung gesichert sei, würden sich diese Staaten an Umweltschutzprojekten beteiligen, so die Meinung der Schülerinnen und Schüler.

Gerne beantworteten die Politiker Fragen der Jugendlichen und waren beeindruckt, dass sich viele Schülerinnen und Schüler schon sehr gut mit dem hoch komplexen Thema auskannten. Im Schulunterricht hatten sich die Jugendlichen bereits mit der europäischen Energiepolitik beschäftigt.

        

Viele Eindrücke sammelten die Schülerinnen und Schüler in den Debatten und Diskussionen. Im Folgenden kommen einige der Jugendlichen zu Wort.

Niklas Heinz, Tim Guhl (Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Hilden): "Nur wenn die Staaten gemeinsam an einem Strang ziehen, können sie in der Klima- und Energiepolitik auch was erreichen. Wir leben alle in Europa, und deshalb sollten wir uns auch gemeinsam für den Klimaschutz in Europa einsetzen. Denn sonst bekommen spätestens unsere Kinder die Folgen des Klimawandels zu spüren."

Hanna Krüßmann, Lisa van der Linden (Berufskolleg am Wasserturm, Bocholt): "Gerade in der heutigen Zeit ist Europa wichtiger denn je. Die Länder wachsen weiter zusammen, und das ist besser für unsere Zukunft. In der europäischen Union haben gerade wir jungen Leute bessere Bildungs- und auch berufliche Karrierechancen. Jeder sollte sich deshalb seine eigene Meinung über europäische Themen bilden."

Daniel Kronsbein, Lukas Winkelsett, Jan-Marvin Beyer (Gymnasium Nottuln): "Die Bedeutung der europäischen Union für unser Land wird noch viel zu häufig unterschätzt. Viele Vorteile von Europa können wir doch schon heute erleben - so zum Beispiel das freie Reisen durch verschiedene Länder und den Euro. Europa scheint oft weit weg zu sein. Dabei können wir doch alle daran mitwirken."

        

Nach den Diskussionen stellten die Jugendlichen eigene energiepolitische Vorschläge zur Abstimmung. So sprach sich eine Mehrheit der Jugendlichen dafür aus, auf privaten Wohlstand zu verzichten, wenn das dem Klimaschutz zugute käme. Auf wenig Akzeptanz stieß dagegen der Vorschlag, europaweit einen autofreien Sonntag einzuführen, um den Kohlendioxid-Ausstoß zu verringern. Einfluss auf die reale Europapolitik haben diese Abstimmungsergebnisse nicht. Vielleicht ist gerade das ein Anreiz für die jungen Leute, sich auch in Zukunft für Europa und die Europäische Union zu engagieren.

Hier geht`s zum Bericht der Parlamentszeitschrift "Landtag intern"

 

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